Bis zur Einführung des Diplomstudienganges Chemie im Jahr 1962 war das jetzige Institutsgebäude das "Chemische Institut der Bergakademie Clausthal". Das Gebäude wurde in den Jahren 1925 bis 1928 errichtet. Zunächst wurden hier für Studenten der Fachrichtungen Bergbau und Hüttenwesen chemische Praktika durchgeführt. Zu der damaligen Zeit musste der Hüttenmann so umfangreich ausgebildet werden, dass er im Betrieb Erze und metallurgische Erzeugnisse qualitativ und quantitativ analysieren konnte. In den Anfängen war die Chemie in Clausthal daher sehr stark auf die analytische Chemie ausgerichtet. Um die Jahrhundertwende hat der damalige Professor für Chemie, F. W. Küster, die "Logarithmischen Rechentafeln für Chemiker" begründet, die von A. Thiel später erweitert wurden. Vor dem "Zeitalter des Taschenrechners" besaß jeder Chemiestudent seinen "Küster-Thiel" zur Berechnungun der Analysenergebnisse.
Bei Einführung des Chemiestudiums wurde das Institut 1963 in "Anorganisch-chemisches Institut" umbenannt und hat heute die Bezeichnung "Institut für Anorganische und Analytische Chemie".